Offene Bouldermeisterschaft Rheinland-Pfalz 2019 - eine kleine Sensation!

Eine kleine Sensation war das, was unsere Athletinnen und Athleten am 30.03.2019 im renovierten Rocktown in Kaiserslautern bei der Offenen Bouldermeisterschaft Rheinland-Pfalz 2019 erreichten, aber der Reihe nach. Hell und schick präsentierte sich die Finalwand im Rocktown im frischen Weiß - bereits im letzten Jahr war es nach der Deckenisolierung schon nicht mehr so kalt in den frühen Morgenstunden, was vor allen Dingen die Trainer und Eltern gut finden. Die altehrwürdige Homebase von Chefschrauber Luke Brady geht mit der Zeit, wird immer schicker und hat jetzt sogar einen kleinen aber feinen Yoga Raum. Die Qualität der Routen stimmte ja schon immer und auch dieses Jahr sorgte Luke als Chefroutenbauer mit seinem Team nicht nur für abwechslungsreiche, sondern auch für ausreichend selektive Boulder. Wackelige Platten, vor allen Dingen in den Finals pumpige Über-Kopf-Rätsel und sogar einen Old School Riss bei den Herren galt es zu lösen.

 

Jugend

Und unsere Athletinnen und Athleten haben es mehr als gut gemacht, auch wenn einige am Ende nicht ganz zufrieden waren: Einige Youngster wie Mirta Baranovic (6.), Lara Bäzol (7.) und Paula Burggraf (10.) schafften in der Jugend C den Sprung ins Finale und konnten dort wertvolle Erfahrung sammeln. Jonas Heil wurde in der männlichen Jugend C sogar Vizemeister. In der weiblichen Jugend B schafften es Franka John (9.) und Malin Krüger (4.) ins Finale.

Der goldene Jahrgang in der Sektion Frankfurt ist zurzeit die (vor allen Dingen weibliche) Jugend A: Bei den Hessischen Bouldermeisterschaften im Februar standen bei der überregionalen Wertung nur Frankfurter auf dem Podest. In Kaiserslautern war die Dominanz in Abwesenheit unserer Bundeskader Athletin Emma Bernhard nicht ganz so ausgeprägt, nach den Hessischen Meisterschaften holten Lea Büsgen aber wiederum den Titel und Wiebke Weber den dritten Platz. Eine kleine Überraschung gelang Frederik Schmelzer, der nicht nur den Titel der männlichen Jugend A nach Frankfurt holte, sondern es mit dieser Leistung auch in das Herren Finale schaffte.

 

Erwachsene

Unsere neun (!) Teilnehmerinnen in der Damen Wertung (Jugend A wird immer aus dem Damen bzw. Herren Gesamtergebnis herausgerechnet) schlugen sich insgesamt hervorragend, auch wenn Vorjahressiegerin Florence Grünewald und Bundeskader Athletin Käthe Atkins nicht am Start waren: In dem physisch herausfordernden und spannenden Finale wurde Alina Gregori Vierte und hätte mit nur einem Versuch weniger auf dem Treppchen gestanden – so eng ging es zu. Lea Büsgen holte neben dem Titel in der Jugend A hier den fünften Platz.

Bei den Herren wurde Johannes Schwitzgebel vor einem Jahr noch Vizemeister – dieses Jahr fehlte er verletzungsbedingt. Er wurde nicht nur deshalb vermisst (Gute Besserung Jojo!), denn Frankfurt hatte zwar mit Jakob Nibler (7.), Johannes Hoffmann (8.) und Frederik Schmelzer (10.) so viele Teilnehmer im Finale wie keine andere Sektion – in die Titelvergabe konnten die drei aber diesmal leider nicht eingreifen.

 

Unter dem Strich holte die Sektion Frankfurt damit trotz Abwesenheit einiger unserer Top-AhletInnen zwei Titel – und damit einen mehr als 2018. Eine schöne Geschichte am Rande und vielleicht genauso wichtig wie die Anzahl der erkämpften Podestplätze und der gewonnenen Titel: Einige Frankfurter Eltern unterstützen den Ausrichter in der Qualifikation und in den Finalwettkämpfen als Schiedsrichter und machten damit einmal mehr deutlich, welcher kameradschaftliche Geist bei den Sportkletterern über Bundesländer- und Sektionsgrenzen hinweg herrscht.

Text und Fotos: Achim Schmelzer

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