Die Familiengruppe 4 unterwegs im Frankenjura

Dieses Jahr fand die inzwischen schon traditionelle Fahrt zu Willi’s „Intensivstation“ im fränkischen Tüchersfeld an Christi Himmelfahrt mit fünf Familien statt. Wir versuchen immer einige bei Kinder und Eltern beliebten Klassiker wie Wandern, Klettern, ausgiebiges Bespielen des Freigeländes beim Haus sowie das abendliche Lagerfeuer mit neuen Entdeckungen zu verbinden.

Zum Auftakt haben wir uns dieses Mal am frühen Nachmittag in Ebermannstadt getroffen um die letzte Etappe mit der Museumsbahn im Wiesenttal zurückzulegen. Am von uns gewählten Termin wurde tatsächlich eine alte Dampflok eingesetzt, der Heizer hat ganz schön Kohlen geschaufelt um genügend Dampf für die 45-minütige Fahrt zu erzeugen. Ein besonderes Erlebnis, nicht nur für viele Kinder das erste Mal mit richtig stampfender und pfeifender Dampflokomotive und das noch in einer Modelleinbahnlandschaft wie der Fränkischen Schweiz!

Nachdem wir unser Quartier bezogen haben wurde bei herrlichem Wetter gleich das Kletterzeug ausgepackt, wie noch mehrere Male in den nächsten Tagen. Die meisten Kinder sind inzwischen so groß, dass eine natürliche Begeisterung zum Klettern bei fast allen aufkommt. Und so wurden fleißig Topropes eingehängt und Gurte und Helme getauscht. Auch die erwachsenen Kletterer konnten die eine oder andere Tour verbuchen, da die Felsen rund ums Haus sind von Willi und Ulrike vorbildlich erschlossen worden. So etwas im eigenen Garten zu haben ist natürlich der Traum jedes Vertikalsportlers.

Am nächsten Tag wurde eine Wanderrunde im nicht weit entfernten Trubachtal anvisiert. Von idyllischen Pferdekoppeln über kühle Wälder mit verwunschenen Felsformationen, klaren Bächen, allerlei Blüten und Getier in nahegelegenen Kleingärten bis zu einer Burgruine war alles dabei. Das Abschlusseis für die Kinder war ehrlich erwandert und der Rest des Tages wurde nach Lust und Laune am Haus verbracht. Ein weiterer Höhepunkt war das Stockbrot am offenen Feuer vor dem Zubettgehen der Kinder, immer wieder eine spannende Sache für alle.

Die zweite Wanderung am folgenden Tag führte uns das Püttlach- und Wiesental etwa 6 km weit hinab. Ein schöner flacher Weg mit recht viel Schatten den wir schon gut kennen der aber immer wieder Spaß macht. Nicht so anstrengend und man kann die vorbeifahrenden Kanufahrer ausgiebig beobachten und sich vorstellen in einigen Jahren mit größeren Kindern vielleicht selbst einmal dort zu sitzen. An der größten Quelle der Fränkischen Schweiz, der Stempfermühle, vorbei ging es bis zur Sachsenmühle mit schöner Einkehr bei Kaffee, Kuchen, Bier usw. Leicht sind so ein bis zwei Stunden verbummelt bis uns der Bus wieder zurück nach Tüchersfeld bringt. Das abendliche Klettern fällt diesmal sehr kurz aus, es ist jeden Tag heißer geworden und die Kochkünste von Willi beschweren die Glieder zusätzlich. Außerdem fand an jenem Abend das denkwürdige Pokalfinale mit Beteiligung der Eintracht statt, welches mit akribischer Vorbereitung der IT-Experten der Gruppe selbst im Tüchersfelder Funkloch auf einem postkartengrossen Bildschirm geholt werden konnte, weitere Details zum Spiel sind sicher bekannt oder in einschlägigen Medien nachzulesen.

Zum Ausklang am Sonntag wurden noch einmal rund ums Haus geklettert und einige Familien haben sich vor der Abreise noch in einem nahegelegenen wunderbaren fränkischen Biergarten unter alten Apfelbäumen gestärkt.

Text und Bilder Familie Klonus

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