Starke Emotionen und Glücksmomente am Tag als die Johanniter kamen

Es war ein Tag des großen Aufgebots für unsere KLETThERAPIE-Gruppe und ein Tag der großen Gefühle für die Teilnehmer an einem Klettertag, den die Organisatoren des Johanniter Sommerlagers   im Rahmen einer Ferienfreizeit für behinderte Menschen aus ganz Deutschland organisiert hatte. Sie waren mit 22 Teilnehmern, ebenso vielen Betreuern und noch einigen Organisatoren angerückt.

50 Personen - das hätte den Rahmen unserer Schulungshalle gesprengt. So bildeten wir 2 Gruppen, je eine durfte Klettern versuchen, während die andere sich im im großen Saal nebenan aufhielt.

Für die Teilnehmer, Jugendliche und Erwachsene mit den unterschiedlichsten Behinderungen, war das Klettern

ein völlig neues Erlebnis, mit Ausnahme von Tina und Elisabeth, die schon oft bei uns waren. Und es war auch für unsere erfahrenen Betreuer ein Herausforderung, mit einer so heterogenen Gruppe zu arbeiten.

Wenn ein Mensch, dem es auf Grund seiner Entwicklung und Veranlagung völlig an Ich-Stärke, Kraft und Selbstvertrauen zu fehlen scheint, eine senkrechte Wand hoch klettern soll (oder vielleicht auch will) so bedeutet das für

sie oder ihn zunächst ein schier unüberwindliches Hindernis. Da hilft es auch nichts, zu sehen, wie anderen das

scheinbar mühelos gelingt. Dank liebevoller geduldiger Zuwendung und Hilfe durch die persönlichen Betreuer und unser Team, allen voran Monika im ständigen Einsatz, gelang das Wagnis aber fast allen doch. Und am Ende des Tages flossen nicht mehr Tränen der Angst, sondern des Glücks. Glück mag ein flüchtiges Erlebnis sein, aber die Erinnerung an diesen Moment des Erfolgs wird bleiben. Und das ist es, was für uns die KLETThERAPIE so wichtig macht.

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